Der TSV Ellerbek hat am Donnerstagabend ein deutliches Zeichen in der Regionalliga Nord gesetzt. Mit einem eindrucksvollen 42:26 (21:14)-Auswärtserfolg beim HT Norderstedt bestätigten die Elligators ihre starke Form und ließen über 60 Minuten keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Feld gehen würde.
Von Beginn an zeigte Ellerbek eine äußerst konzentrierte Leistung. Die Abwehr agierte aggressiv und gut abgestimmt, wodurch der TSV früh Ballgewinne erzielte und über die erste und zweite Welle konsequent zum Erfolg kam. Bereits nach zehn Minuten führte der TSV mit 6:2, fünf Minuten später betrug der Vorsprung beim 11:4 bereits sieben Tore. Norderstedt sah sich früh gezwungen, auf das Spiel 7:6 umzustellen, um den Druck auf die Ellerbeker Defensive zu erhöhen.
Kurz vor der Pause verkürzte HTN zwar noch einmal, doch Ellerbek ließ nie Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen und ging mit einem souveränen 21:14-Vorsprung in die Kabine. Die Anfangsphase der zweiten Hälfte verlief zunächst ausgeglichen, ehe Norderstedt zunehmend entnervt wirkte. Ab der 40. Minute dominierten die Elligators das Spiel wieder klar und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus.
Für eine besondere Szene sorgte eine Schrecksekunde: Torhüter Alexander Pinski musste mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden. Da Florian Knust weiterhin an einer Knieverletzung laboriert, feierte Torwarttrainer Matthias Matuch mit 48 Jahren ein unerwartetes Comeback. Der frühere Zweitliga-Keeper der Ellerbeker der Saison 97/98, inzwischen in der 3. Herren aktiv, fügte sich bemerkenswert gut ein, parierte mehrere Würfe und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Norderstedt in den letzten zehn Minuten ohne Torerfolg blieb.
Offensiv ragte Niklas Benkendorf mit 10 Treffern heraus, während gleich vier weitere Spieler fünfmal trafen. Das letzte Spiel vor der Weihnachtspause bestreiten die Elligators am Freitag, den 12.12., um 20:30 Uhr gegen die SG Flensburg-Handewitt II, aktuell Tabellensechster.
Torschützen TSV Ellerbek: Niklas Benkendorf (10), Fynn Beutler (5), Lasse Most (5), Ben Möller (5), Max Niemann (5), Marten Rudi Most (4), Tobias Pfeiffer (4), Yannick Wrede (2), Leonhard Stippel (1), Antonio Wedel (1)