Der TSV Ellerbek hat das Derby gegen den Rellinger TV vor 450 Zuschauern eindrucksvoll für sich entschieden. Nach einer schwachen ersten Halbzeit drehten die Elligators die Partie nach dem Seitenwechsel und gewannen am Ende deutlich mit 36:27 (13:14).
Der Beginn des Derbys gehörte klar den Gästen. Ellerbek agierte in der Abwehr einen Schritt zu langsam, ließ zu viele aussichtsreiche Abschlüsse zu und fand insgesamt keinen Zugriff. Rellingen nutzte dies konsequent aus und baute die Führung über 3:6 (13.) und 7:12 (23.) weiter aus. Hinzu kam, dass Rellingens Torhüter Malte Iversen zahlreiche hochkarätige Chancen der Gastgeber entschärfte. Erst eine Umstellung von Trainer Matthias Karbowski auf eine offensive 5:1-Abwehr brachte mehr Stabilität. Ein 3:0-Lauf in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit – Treffer von Antonio Wedel und zweimal Niklas Benkendorf – sorgte für einen versöhnlicheren 13:14-Pausenstand.
Die zweite Halbzeit präsentierte sich grundverschieden. Ellerbek trat in der offensiven Abwehr deutlich aggressiver und zweikampfstärker auf, erzwang Ballgewinne und übernahm zunehmend die Kontrolle. Florian Knust steigerte sich im Tor mit zunehmender Spielzeit und setzte später sogar mit einem eigenen Treffer ein Ausrufezeichen. Nach dem Ausgleich zum 16:16 (35.) zog der TSV binnen weniger Minuten davon und führte beim 20:16 (39.) sowie 23:18 (42.) erstmals klar.
Rellingen kämpfte tapfer, versuchte es phasenweise mit dem Sieben-gegen-Sechs und einer offensiveren Deckung und ließ sich bis zum 25:23 in der 46. Minute nicht abschütteln. Die Ellerbeker Angriffsmaschine, aus der Max Niemann und Niklas Benkendorf herausragten, kam nun richtig auf Touren, zog das Tempo an und setzte sich bis zur 52. Minute auf 30:24 ab. In der Schlussphase ließ der TSV nichts mehr anbrennen und baute die Führung auf neun Tore aus. Trainer Matthias Karbowski ordnete die Leistung treffend ein: „In der ersten Halbzeit haben wir einfach zu wenig gezeigt. Mit der zweiten Hälfte können wir zufrieden sein, denn wir sind deutlich präsenter in der Abwehr aufgetreten.“
Die Zuschauer sahen ein unterhaltsames und temporeiches Derby, das über weite Strecken auf Augenhöhe verlief, am Ende aber klar an die Elligators ging.
Torschützen: Niklas Benkendorf (11), Max Niemann (9)., Fynn Beutler (3), Ben-Magnus Möller (3), Marten Rudi Most (2), Simon Rix (2), Antonio Wedel (2), Yannick Wrede (2), Florian Knust (1) und Lasse Most (1).