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Hallenheft

TSV Ellerbek holt verdientes 25:25 bei Tabellenführer Lübeck

Gut 50 Minuten lang lagen die Handballmänner des TSV Ellerbek beim MTV Lübeck in Führung. Sie waren kurz davor dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer der Regionalliga Nord die erste Saisonniederlage beizubringen. Doch am Ende reichte es nur zu einem 25:25 (14:11), wobei der Treffer zum Ausgleich erst sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff fiel. „Das war schon mehr als glücklich für uns“, gestand dann auch Trainer Jonas Mecke. Lübeck hätte nämlich nach der dritten Auszeit den Ball nur 53 Sekunden in den eigenen Reihen halten müssen, um den 25:24-Vorteil über die Zeit zu retten. Doch weil Ellerbek nun die Abwehr öffnete und Ball- und Passwege zustellte, die Schiedsrichter bald mit Heben des rechten Armes signalisierten, auf Zeitspiel entscheiden zu wollen, ließ sich Markus Hansen zu einem Abschluss aus der zweiten Reihe verleiten. „Als Knust den Ball hielt, waren noch etwa 15 Sekunden auf der Uhr“, erinnerte sich Mecke. Genug für Max Niemann, dessen wuchtiger Unterhandwurf von der Lattenunterkante zum Ausgleich ins Netz prallte. „Es wäre für uns heute sicher mehr drin gewesen, wenn wir nicht so viele klare Chancen liegen gelassen hätten“, sagte Mecke. „Das Wichtigste war aber, dass wir nicht verloren haben.“

Drei Trümpfe: Abwehr, Torwart Pinski und Linksaußen Rix

Die Grundlage für den Punktgewinn bei einem der Meisterschaftskandidaten war die überragende Defensivarbeit in der 6:0-Deckung. Da Torwart Alexander Pinski zudem selbst durch Würfe aus
Nahdistanz kaum zu bezwingen war und auch zwei 7-Meter parierte, ging Ellerbek nach acht Minuten erstmals in Führung (4:3) und baute den Vorsprung bis zur Pause zeitweise auf vier Treffer aus (11:7/12:8). Gegen die in der Abwehr defensiv agierenden und kompakt verschiebenden Lübecker musste der TSV aber großen Aufwand betreiben, um sich Chancen zu erarbeiten. Da Kapitän Hennes Paulsen muskuläre Probleme plagten, war Niklas Benkendorf als Rückraumschütze meist auf sich allein gestellt. Nur gut, dass auf die Außen Verlass war. Das galt für Mats Quardfasel auf der rechten Seite, aber im Besonderen für Simon Rix. Der für den verletzten Nils Thöneböhn (Fingerbruch) ins Team gerückte Linksaußen kam in der Schlussviertelstunde aufs Feld, traf bei drei Versuchen dreimal und hatte damit großen Anteil am Punktgewinn.

Mit 7 gegen 6 zurück in die Spur

Mitentscheidend für den positiven Ausgang der Ellerbeker Dienstreise war aber auch die Auszeit nach dem 18:18 (45. Minute) des MTV. Weil bei den vier im Rückraum rotierenden Spieler die Kräfte schwanden und kaum noch Chancen kreiert wurden, entschied sich das Ellerbeker Trainer-Trio, im Angriff mit dem siebten Feldspieler zu agieren. „Das hat uns wieder nach vorn gebracht“, erklärte Jonas Mecke die Phase bis zum 23:21 (54.). Zweieinhalb Minuten später schien jedoch alles verloren zu sein. Nach drei schnellen Toren aus dem Rückraum, bei denen die Abwehr zu passiv geblieben war, führte Lübeck mit 24:23. Dank Rix (24:24), Knust und Niemann kam es jedoch noch zum Happy-End, womit Ellerbek (6:4 Punkte) den Anschluss zur Tabellenspitze wahrte. mbd

MTV Lübeck – TSV Ellerbek 25:25 (11:14)

Aufstellung (Tore/davon 7-Meter): Pinski, Knust; Niklas Benkendorf (7), Quardfasel (4), Rix (3), Paulsen (3/2), Lasse Most, Niemann, Beutler (je 2), Tennenbaum,Wedel (je 1), Alex Most, Wrede; nicht eingesetzt: Finck und Stippel.
Spielverlauf: 1:0, 3:2, 3:5, 6:5 (13. Minute), 6:8,7:11 (19.), 8:12, 10:12, 11:14 – 12:14, 14:15, 14:17 (40.), 18:18 (45.), 18:19, 19:21 (50.), 21:23, 24:23 (57.), 25:24, 25:25.

TSV Ellerbek jubelt über Punkt in Lübeck
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